Das Gorgonien-Lexikon ist eine deutschsprachige Datenbank über mein Interessensgebiet den Gorgonien, einem Teilgebiet der Meerwasseraquaristik. Dieses Lexikon wurde geschaffen, um zusätzliche Haltungshinweise - auch multimedial - den vielen Gorgonien zuzuordnen. Schon jetzt erhebt dieses Lexikon den Anspruch bei ausgesuchten Gorgonien Arten das umfassendste deutsche zentrale Nachschlagewerk zu sein. Das Lexikon ist aber auch ein Portal für alle Meerwasseraquarianer im Allgemeinen.

Ich wünsche euch eine informative Zeit. Have a good time. Keine Navigation zu sehen, einfach oben auf das Banner klicken.

Bücher für die Meerwasseraquaristik © Texte von Beate Laufer

Buchbesprechung: Das Riffaquarium Praxis für Neueinsteiger
Autor: Rüdiger Latka
Verlag: Rüdiger Latka Verlag
2. Auflage

Aquarium und Technik: Der Autor geht kurz auf die verschiedenen Beckenformen und ihre Vor/Nachteile ein. Leider etwas zu kurz geraten werden auch interne Filterkammern und externe Technikbecken vorgestellt. Positiv wiederum ist aber auch ein Kapitel, wie man Abläufe geräuschlos machen kann. Der Autor propagiert das Berliner System, andere Systeme werden von ihm nur für Fortgeschrittene empfohlen, daher gibt es darüber nur Randnotizen.

Abschäumer: Kurzer aber ausreichender Überblick über die verschiedenen Systeme (Lindenholz, Dispergator, Venturi).

Strömung: Umfassende Behandlung der Themen, die mit der Strömung zusammenhängen. Nicht nur was die Pumpentechnik betrifft, sondern auch z.B. Grenzschichten.

Beleuchtung: LED fehlt, ansonsten gute Abhandlung. Auch was die einzelnen Zonen im Becken anbelangt. (Starklichtzone etc.)

Dekoration: Gut gemacht, auch wie Totgestein vorbereitet werden sollte, kommt nicht zu kurz. Prima: Wenn man Portlandzement nehmen möchte, diesem wird ein ausreichend großer Teil gewidmet.

Chemie: Wirklich gut gemacht. Grundlagen werden vermittelt, auch weitergehende Informationen über z.B. Wodkamethode, Adsorber, Kalkwasser, Kalkreaktoren etc. werden vorgestellt. Auch geht der Autor z.B. auf die Problematik des frisch angesetzten Meerwassers mit seinen verschiedenen pH-Werten ein.

Einfahrphase: Der Autor propagiert ein sehr langsames Einfahren des Beckens, z.B. LG erst nach 3 Wochen einsetzen. Darüber kann man streiten, aber er geht recht detailliert auf die einzelnen Schritte ein.

Besatz: Korallen werden kurz und knapp vorgestellt. Haltungsempfehlungen wie Strömung, Beleuchtung, Wasserwerte werden aufgelistet.

Fische: Hier fällt das ansonsten sehr gute Buch meiner Meinung nach etwas ab. Es werden zwar geeignete Fische vorgestellt, aber man findet nur ab und an Empfehlungen zur Beckengröße. Schade.

Wirbellose wie Garnelen, Schnecken etc. werden nur kurz angerissen.

Weitere Themen: Urlaub, Plagegeister (Planarien, Glasrosen etc.), Korallenvermehrung, Probleme wie Korallen öffnen sich nicht mehr, werden mehr oder weniger ausführlich behandelt.

Bildmaterial: Hervorragend. Detaillierte Zeichnungen ergänzen die Fotos.

Fazit: Trotz der Schwächen beim Besatz ein in meinen Augen absolut empfehlenswertes Einsteigerbuch.

nach oben

Buchbesprechung: Riffaquaristik für Einsteiger
Autor: Daniel Knop
Verlag: Dähne Verlag
6. Auflage

Am Anfang steht ein kurzer Ausflug in das Reich der natürlichen Korallenriffe.

Der Technikteil wird mit dem Thema Beleuchtung eröffnet. Wie fast Standard, wird auch hier LED noch nicht thematisiert.
Für mich persönlich ist der Technikteil viel zu kurz und oberflächlich verfasst. Eine 3/4 Seite zum Thema Wasserbewegung und eine halbe Seite zum Thema Abschäumer empfinde ich definitiv als viel zu wenig. Da ist das Buch von Latka wesentlich besser.
Externe Filterbecken werden überhaupt nicht thematisiert.
Anschließend kommt eine Anleitung in 12 Schritten wie man sein Becken aufbaut und einfährt. Sie ist zwar recht knapp, aber doch brauchbar. Auf Fallen wird hingewiesen (z.B. das man erst das Meersalz ins neue Becken auflösen soll, wenn die Temperatur im Becken 25°c ist).

Dann kommt meiner Meinung nach die Stärke dieses Buches. Die Vorstellung der Korallen und anderer Wirbellose. Nicht nur wird auf den natürlichen Lebensraum eingegangen, auch wird thematisiert, ob Unverträglichkeiten mit anderen Korallen oder Fischen besteht. Gut sind auch Hinweise zu Haltungsproblemen und zur künstlichen Vermehrung. Dieser Teil ist wirklich informativ und sehr gut gelungen.

Der Fischteil besteht aus kurzen Steckbriefen. Für einen ersten kurzen Überblick brauchbar. Allerdings auch hier kaum was zu lesen, was die Mindest- Beckengröße betrifft. Bei einer wichtigen Fischgruppe, den Doktoren, wird bei den vorgestellten Arten, aber darauf hingewiesen, dass diese Fische unter 500l nicht zu halten sind.

Wesentlich mehr Raum nimmt die Haltung von Seepferdchen ein. Ob dies unbedingt in einem Einsteigerbuch was zu suchen ist, finde ich fraglich. Allerdins wird klar und unmissverständlich auf den hohen Futteraufwand hingewiesen.

Nach dem Besatz kommt die Chemie. Diesen Teil fände ich persönlich weiter vorne im Buch etwas sinnvoller. Allernötigste Grundlagen werden recht verständlich vermittelt.

Zum Schluss kommt noch eine Abhandlung über Riffaquaristik und Naturschutz. Thema sind z.B. Korallenfarmen.

Bildmaterial: Sehr unterschiedlich. Bilder im Korallen- und vor allem Fischteil sind leider häufig recht klein.

Fazit: Durchwachsen. Was Technik, Dekoration und Chemie anbelangt gibt es weitaus bessere Literatur. Aber das Buch kann ganz klar punkten im Bereich Korallen.

nach oben

Buchbesprechung: Das Meerwasseraquarium
Autor: Dieter Brockmann
Verlag: NTV
3. Auflage

Am Anfang steht auch hier ein Ausflug in das Reich der natürlichen Korallenriffe.

Und man wird direkt mit der hohen Qualität des Buches konfrontiert. In farbig abgesetzten Kästchen, die sich über das ganze Buch hinziehen, werden tiefergehende Informationen bereitgestellt, z.B. die Kalksynthese der Korallen.

Anschließend geht es zum Lebensraum Aquarium. Es werden 3 Aquarientypen vorgestellt (Fischaquarien, überwiegend Wirbellose, Mischbesatz: das typische Riffbecken wo sich Wirbellose und Fische tummeln .)

Dann gehts zum Becken und der Technik. Dem Becken selber werden nur wenige Seiten gewidmet. Der Technikteil ist ausgezeichnet. Beleuchtung, Ströumung, Abschäumer etc, es bleiben kaum Wünsche offen. Wie bei Latka auch werden Kalkreaktoren, Wodkamethode und anderes behandelt.

Im Technikteil wird man auch schon mit der Chemie konfrontiert, was ja auch sinnvoll ist, damit man den Sinn der Technik verstehen kann. Anders als bei Latka werden auch DSB, Jaubertsystem und Algenfiter vorgestellt.

Chemieteil: Auch dieser ist sehr gut gelungen. Nur eine persönliche Anmerkung: Leitungswasser mit Grenzwerten von Nitrat unter 20mg/l und Silikat von unter 5mg/l ohne Aufbereitung fürs Becken zu nehmen, halte ich für etwas gewagt. ;-)

Einrichten des Aquariums: Der Autor beschreibt das Einrichten und Einfahren des Beckens in 6 Schritten, wobei dem letzten Schritt (der Einfahrphase) die meisten Seiten gewidmet sind. Die Anleitung ist gut verständlich und auch Probleme in der Einfahrphase wie Cyanos werden behandelt.

Besatz: Auch Brockmann stellt die Fische in Steckbriefen vor, diese sind aber ausführlicher als bei Knop. Bei ihm findet man häufiger Angaben zu Beckengrößen, aber auch nicht durchgehend. Und ob ein Hawai-Doc in 250l wirklich so glücklich ist?

Korallen: leider nur sehr kurze Steckbriefe, für einen ersten Überblick völlig in Ordnung, aber hier hat Knop ganz klar die Nase vorn.

Bildmaterial: Sehr gut, auch hier wie bei Latka mit detaillierten Zeichnungen ergänzt.

Fazit: Wie bei Latka Schwächen beim Besatz, aber mit ein Buch, das ich absolut empfehlen kann.

nach oben

Buchbesprechung: Ratgeber Meerwasserchemie
Autor: Armin Glaser
Verlag: Rüdiger Latka
1. Auflage

Meerwasserchemie, ein Bereich, der in sehr vielen Büchern nur eingeschränkt behandelt wird. Der Autor versucht nun, diese Lücke zu füllen.

Der Einstieg befasst sich mit der Frage, was Wasser eigentlich ist. Dann geht es um Salze (nicht nur in Bezug auf Meerwasser), Messmethoden (leider empfiehlt der Autor das Kalibrieren von Refraktometern mit Osmosewasser, anstatt mit einer Referenz mit Meerwassermatrix), sowie Unterschiede Dichte.

Dann folgt der große Teil der speziellen Werte im Meerwasser (pH, Ca, Mg, KH, Phosphat etc). Es wird z.B. eingegangen auf die Messung selber, Beeinflussung der Werte, Problembehandlung. In diesem Kapitel wird der Balling-Methode ein großer Teil gewidmet.
Dann folgt eine Übersicht der Spurenelemente. Ein weiterer ausführlicher Teil befasst sich mit der Wasseraufbereitung (Ozon, Umkehrosmose, Kohle, Abschäumung etc.).
Anschließend wird noch kurz auf Wassertests eingegangen, z.B. wie misst man richtig?
Den Abschluss des Buches machen Umrechnungstabellen, das Periodensystem und ein Glossar

Bildmaterial: ist durchweg gut, aufgrund des Themas findet man natürlich keine Dutzenden von Besatz- und Aquarienbilder.

Fazit: Ein wichtiges Buch, das aber wahrlich keine leichte Lektüre ist. Wer Schwierigkeiten hat chemische Formeln zu lesen, wird das Buch so manches Mal verfluchen. Trotzdem ist der Stoff so aufbereitet, dass man durchaus folgen kann, auch wenn man so einiges bestimmt mehrmals lesen muss.
Für komplette Neueinsteiger, die sich erst ein Becken anschaffen wollen meiner Meinung nach nicht unbedingt als Erstlektüre geeignet. Aber wenn man mit den Monaten die ersten Hürden gemeistert hat, eine gute Investition.

nach oben

Buchbesprechung: Das Korallenriff-Aquarium
Autor: Fossa/ Nilsen
Verlag: NTV
Band 1

Fossas/ Nilsens Korallenriffbücher, damals die Standardwerke im Meerwasserbereich. Nun endlich ist es da. Die komplett überarbeitete Auflage des 1. Bandes.

Das erste Drittel befasst sich mit dem Lebensraum Korallenriffe. Doch nicht nur wenige Seiten, nein, genau 133 Seiten. Es wird praktisch alles behandelt. Arten, Bedrohungen, Geschichte, Verbreitung und und und. Teils atemberaubende Bilder und übersichtlich farbige Tabellen runden den Text ab.

Dann geht es zum heimischen Korallenriff im Wohnzimmer. Zum Einstieg gibt es ein wenig Geschichte (es war übrigens eine Frau, die Pionierarbeit geleistet hat).
Dann folgt eine Abhandlung über die aktuelle Situation vor Ort und was damit zusammenhängt (Fangmethoden, MAC, Cites etc).

Der Technikteil wird vom Licht eröffnet. Es wird praktisch auf jeden Aspekt eingegangen (auch LED!). UV-Strahlung, Floureszens und natürliche Beleuchtung im Meer, nichts fehlt.

Dann folgt die Wasserchemie: Eins vorweg. Dieses Kapitel ist ziemlich schwere Kost. Manches muss man bestimmt mehrmals lesen, bis der Groschen fällt.
Dafür erhält man aber auch ein Komplettpaket, z.B. wird die Ballingmethode bis in kleinste Detail erklärt.

Im Kapitel Temperatur wird ein breiter Raum dem Korallenbleichen gewidmet. Anschließend geht es um den Stickstoffhaushalt, Reduktion+Oxidation und Phosphat.
Danach wird die weitere Technik beschrieben. Filter/ Filtersysteme (inclusive Miracle-Mud), Abschäumer, Ozon, Pumpentechnik, hier findet man praktisch alles Wissenswertes.

Wenn man sich bis dahin durchgearbeitet hat, folgt die Belohnung.
Zur Entspannung gibt es ein ganzes Kapitel voller Aquarienporträts. Es sind wirklich tolle Becken dabei. Und wer von uns kann von sich behaupten, dass er nicht gerne in fremden Aquarienvorstellungen stöbert.

Bildmaterial: ja, was soll ich dazu sagen? So etwas gibt es wohl kaum ein zweites Mal. Einfach nur der absolute Wahnsinn. Daneben gibt es sehr viele hochwertige Grafiken und Zeichnungen.

Fazit: Das Buch ist nicht gerade ein Schnäppchen, aber ohne Wenn und Aber jeden Cent wert. Es ist teilweise nicht einfach zu verstehen, aber man muss definitiv nicht studiert haben, um es zu begreifen. Neueinsteiger sind vielleicht im ersten Moment etwas erschlagen von der Fülle an Informationen, aber es lohnt sich, sich da durchzuackern. Wer es sich leisten kann (oder einen guten Draht zum Weihnachtsmann hat :D ) sollte an diesem Buch nicht vorbeigehen. Dieses Buch spielt wirklich in einer anderen Liga.

nach oben

Buchbesprechung: Korallenriffe im Wohnzimmer
Autor: Joachim Großkopf
Verlag: Dähne
5. Auflage

Wenn man das Buch aufschlägt, fällt einem direkt das größte Manko des Buches auf. Die Auflage ist aus dem Jahr 1999. Seitdem gab es keine Neuauflage, das Buch ist aber immer noch gelistet.
Dadurch, dass das Buch so einige Jahre auf dem Buckel hat, ist es gerade im Technikteil veraltet. Was aber nicht bedeutet, dass alles, was da so steht, nichts mehr ist.
Nicht nur in der Abhandlung über die Beleuchtung (HQI+T8!!) stehen so einige Dinge drin, die auch heute noch Gültigkeit haben.

Chemieteil: Es werden die wichtigsten Wasserparameter recht gut erklärt.

Besatz:
Korallen werden durch Steckbriefe beschrieben. Die Steckbriefe sind recht ordentlich gemacht. Vor den Steckbriefen werden die Familien kurz vorgestellt.
Andere Wirbellose wie Krabben, Seesterne, Seeigel etc. werden auch vorgestellt.
Fische: überwiegend sehr kurze steckbriefe, für ersten kurzen Überblick. Beckengrößen sucht man praktisch vergebens. Auch hier erfolgt vor den Steckbriefen eine Kurzvorstellung der Familien.

Bildmaterial: ist recht gut, im Buch werden oftmals einige Seiten Text von einer Doppelseite Bilder unterbrochen.

Fazit: Neueinsteiger sind mit aktueller Literatur besser bedient. Bei einer eventuellen Neuauflage hätte dieses Buch meiner Meinung nach aber ein großes Potential.

nach oben

Buchbesprechung: Meerwasser-Aquarium für Dummies
Autor: Gregor Skomal
Verlag: mitp
1. Auflage

Wer Dummies- Bücher kennt, weiß wie die aufgebaut sind. Dieses Buch folgt natürlich auch dieser Philosophie. Was durchaus zu Irritationen führen kann, wenn man aktuelle deutschsprachige Literatur in der Hand hatte.
Und hier schon die erste Falle: Das Buch ist aus dem Amerikanischen übersetzt. In Amerika gehen die Uhren teilweise etwas anders, was die Tierhaltung betrifft als in Europa.
Der erste Teil behandelt allgemeine Themen wie Überblick über verschiedene Systeme, wie man einen guten Händler findet, Standortwahl, Beckenarten und auch Unterbauten (wobei ich mir nicht sicher bin, ob die erwähnten Eisen!!- Untergestelle nicht eigentlich Aluvierkant- Gestelle sein sollen.)
Dann geht es zur Technik. Filterarten werden vorgestellt, teilweise sehr amerikalastig (Bodengrundfilter, Topffilter, Tauchwalzenfilter). Und ob jemand hier in Deutschland semi-submerse Heizer kennt? Strömungspumpen à la Tunze werden nur in einem Nebensatz erwähnt.
Es folgen Kapitel über Dekoration, Anatomie der Fische und eine kurze Übersicht der Fischfamilien.

Die Vorstellung von Fischen und Wirbellosen ist meiner Meinung nach alles andere als gelungen. Bei den Fischen Ministeckbriefe, miese Bilder, nein, das geht wahrlich besser.

Es folgt ein wenig Chemie (so das allernötigste), Pflege des Aquariums, Ernährung, Stressvermeidung, Krankheitsbehandlung (davon habe ich absolut keine Ahnung, daher weiß ich nicht, wie die Tipps dort sind).


Bildmaterial: wenn überhaupt vorhanden, alles andere als gut (schwarzweiß)

Fazit: Ein Buch, in dem in typischer Dummies-Manier in locker-flockigen Ton durchaus manches brauchbaren drin steht. Für Leute, die mal wissen möchten, wie so in anderen Ländern Meerwasseraquaristik betrieben wird. Neueinsteiger sind mit aktueller deutscher Literatur besser bedient, vor allem auch was Besatz und Bildmaterial angeht.
 

nach oben

© 2009 – 2013, Harald Ebert, Alle Rechte vorbehalten.

Zurück zur Startseite - Zurück zur Fachautorenseite