Das Gorgonien-Lexikon ist eine deutschsprachige Datenbank über mein Interessensgebiet den Gorgonien, einem Teilgebiet der Meerwasseraquaristik. Dieses Lexikon wurde geschaffen, um zusätzliche Haltungshinweise - auch multimedial - den vielen Gorgonien zuzuordnen. Schon jetzt erhebt dieses Lexikon den Anspruch bei ausgesuchten Gorgonien Arten das umfassendste deutsche zentrale Nachschlagewerk zu sein. Das Lexikon ist aber auch ein Portal für alle Meerwasseraquarianer im Allgemeinen.

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Corallium sp. - Schmuck- oder Edelkorallen

Paracorallium sp.

 

Corallium sp. Cuvier, 1798
Paracorallium sp. Bayer & Cairns, 2003 

Unterordnung: Scleraxonia Studer, 1887
Familie: Coralliidae Lamouroux, 1812
 

Corallium abyssale Bayer, 1956
Corallium borneanse Bayer
Corallium boshuense Kishinouye, 1903
Corallium ducale Bayer
Corallium elatius Ridley, 1882
Corallium halmaheirense Hickson, 1907
Corallium imperiale Bayer
Corallium johnsoni Gray, 1860
Corallium kishinouyei Bayer, 1996
Corallium konojoi Kishinouye, 1903
Corallium laauense Bayer, 1956
Corallium maderense Johnson, 1899
Corallium medea Bayer, 1964
Corallium niobe Bayer, 1964
Corallium niveum Bayer, 1956
Corallium porcellanum Pasternak, 1981
Corallium pusillum Kishinouye, 1903
Corallium regale Bayer, 1956
Corallium reginae Hickson, 1907
Corallium rubrum Linnaeus, 1758
Corallium secundum Dana, 1846
Corallium sulcatum Kishinouye, 1903
Corallium tricolor Johnson, 1899
Corallium vanderbilti Boone, 1933
Corallium variabile Thomson & Henderson, 1906
Paracorallium inutile Kishinouye, 1903
Paracorallium japonicum Kishinouyi, 1903
Paracorallium nix Bayer, 1996
Paracorallium salomonense Thomson & Mackinnon, 1910
Paracorallium stylasteroides Ridley, 1882
Paracorallium thrinax Bayer & Stefani in Bayer, 1996
Paracorallium tortuosum Bayer, 1956

  • Vorkommen: Weltweit in tropischen, subtropischen und temperierten Ozeanen (Atlantischer Ozean, Mittelmeer, Indischen Ozean, Pazifik)
 

 
  • Lebensraum: Innen- Außen- und Fleckenriff.  Im Flachwasser bis in mehreren hundert bis tausend Metern Tiefe.
  • Nahrung: Nahrungsspezialist, kein Anfängertier, lebt nicht in Symbiose mit Zooxanthellen.

Es gibt 32 Arten, die der Corallium (25) und Paracorallium (7) Gattungen angehören. Die Kolonien sind zerbrechlich und extrem anfällig für Ausbeutung und Zerstörung. Viele Arten sollen mittlerweile auf die rote Liste, so C. secundum, C. konojoi, C. elatius, C. regale und Paracorallium japonicum aus dem Pazifik. Ihre Bestände sind mehr als 70% zurück gegangen. Mehr dazu in einem Corallium Spezial.

Corallium und Paracorallium wachsen in weiß, pink, rot oder orange gefärbten Kolonien wobei die Polypen meist weiß bis farblos sind, und besitzen verzweigte, fächerartige oder auch buschähnliche Wuchsformen. Die Kolonien können 50 bis 60 Zentimeter (Edelkoralle C. rubrum) und sogar bis über einen Meter (pazifische Arten) hoch werden. Die Wachstumsrate der Arten ist sehr gering und liegt durchschnittlich bei weniger als einem Zentimeter pro Jahr. Arten der Gattungen Corallium und Paracorallium sind extrem langlebig und können 75 bis 100 Jahre alt werden.

Die Tentakel der Edelkoralle vermögen sich an den Spitzen bis über die dreifache Länge der  Normtentakel  fadenartig zu verlängern. Diese  Tentakelfäden  wickeln sich bei Berührung eines Nahrungsobjekts korkzieherartig auf und nähern dieses durch Kontraktion der Mundöffnung.
Damit koordiniert führen die zugehörigen Basalabschnitte ( Normtentakel ) durch S-förmige Biegungen und eventuelle Verkürzungen die Stelle der gereizten Tentakelfadens präzise zum Mund.
Werden die  Normtentakel  allein gereizt, so antworten sie mit raschem Einschlag zur Mundöffnung. Bei gleichzeitiger Reaktion aller Tentakel wird dadurch eine  Tentakel-Faust  oder ein  Fangkorb  gebildet. Bei schwachen Reizen antwortet der  Normtentakel  anstelle der schlagenden Reaktionen mit langsamen Krümmungen, die das Objekt zur Mundöffnung dirigieren. Unabhängig von der Reaktionsart der Tentakeln wird die Beute vor der Aufnahme stets geprüft und häufig abgelehnt. Ist der Polyp in Freßstimmung, so wird die Nahrung rasch durch das glockenartig erweiterte Schlundrohr geschleust und verschwindet nach wenigen Minuten im Coelenteron.

 
 
Corallium rubrum Paracorallium japonicum  
 
   

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