Das Gorgonien-Lexikon ist eine deutschsprachige Datenbank über mein Interessensgebiet den Gorgonien, einem Teilgebiet der Meerwasseraquaristik. Dieses Lexikon wurde geschaffen, um zusätzliche Haltungshinweise - auch multimedial - den vielen Gorgonien zuzuordnen. Schon jetzt erhebt dieses Lexikon den Anspruch bei ausgesuchten Gorgonien Arten das umfassendste deutsche zentrale Nachschlagewerk zu sein. Das Lexikon ist aber auch ein Portal für alle Meerwasseraquarianer im Allgemeinen.

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Dornenkrone und Tritonshorn © Überlegungen von Michael Picker

Warum das Tritonshorn ein Verlierer ist und die Dornenkrone ein Gewinner durch den Klimawandel ist.

Tritonshorn (Charonia tritonis) und Dornenkrone (Acanthaster planci), diese Begriffe hörte man in der letzten Zeit häufig, denn diese Beiden fungieren als Indikator für den Zustand eines Korallenriff`s - nicht zuletzt wegen der Dornenkronen, die sich zur Zeit überall in den Weltmeeren ausbreiten, als wäre ein Sack Bohnen explodiert. Das war nicht immer so. Früher war es eine sehr seltene Art und kaum anzutreffen. Sie Ernähren sich von Korallenpolypen, in dem sie diese abweiden und so Platz für neue Korallen schaffen. Nun, heute ist das anders. Das liegt an einem daran, dass der natürliche Fressfeind der Dornenkrone, das Tritonshorn, fehlt und zum anderem, dass es mehr Nährstoffe im Meerwasser gibt, die den Algen mehr Kraft geben, um sich zu vermehren und das explosionsartig. Da sich die Larven der Dornenkrone von Algen ernähren, kommt es zu einer extrem hohen Vermehrungsrate. Man nennt das auch: "Ausbrüche". Schuld daran sind das zu warme Wasser der Meere, die die Entstehung von Stürmen begünstig und die daraus resultierenden schweren Regenfälle, die das Land Überfluten. Dadurch werden die im Wasser gelösten Nährstoffe in das Meer befördert, was dem zu Folge eine Algenblüte mit sich bringt und die Larven der Dornenkronen gut nährt.

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Was aber hat das Tritonshorn damit zu tun und vor allem mit dem Klimawandel? Das Tritronshorn hat mit dem Klimawandel nichts zu tun. Es ist eher der Mensch. Es ist eine Raubschnecke, die vor allem in den Sandzonen und den Lagunen der tropischen Riffe beheimatet ist. Es ernährt sich hauptsächlich nur von Stachelhäutern, wie es die Dornenkrone ist . Es ist getrennt geschlechtlich und das Weibliche legt ihre Eier in Gelegen an Steinen und unter Vorsprüngen ab. Die Gelege enthalten bis zu 3000 Eier, aus denen dann sich die sogenannten Velgier-Larven entwickeln, die dann ins offene Meer treiben und sich einer mehrmonatigen Metamohrphose zu entwickeln. Daher ist es so weit auch verbreitet aber auch noch nicht möglich diese Schnecken im Aquarium nach zu züchten, um somit die Bestände zu sichern.

Aber warum ist es dann ein Verlierer? Nun das ist ganz einfach: der Mensch ist es wegen der Zerstörung des Lebensraumes und durch das übermäßige Ab sammeln der Gehäuse dieser schönen Tiere und deren Gehäuse über 50 cm Länge betragen kann: "denn sie gehören zu den größten Meeresschnecken überhaupt".

Bildquelle Wikipedia. Diese Bild ist gemeinfrei (public domain) weil sie Material enthält, das von einem Angestellten des National Oceanic and Atmospheric Administration im Verlaufe seiner offiziellen Arbeit erstellt wurde.

Es werden sogar Jungtiere eingesammelt, die noch nicht einmal geschlechtsreif sind und es somit keine Nachkommen mehr gibt. In Queensland in Australien steht diese Art unter sehr strengen Schutz. Es gibt aber viele Wilderer, die diese Schnecken trotzdem jagen, da Ihre Gehäuse einen hohen Wert auf dem Schwarzmarkt haben.

Deswegen sehe ich das Tritonshorn als traurigen Verlierer da stehen.

Vielen Dank Michael für diesen Bericht

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