Das Gorgonien-Lexikon ist eine deutschsprachige Datenbank über mein Interessensgebiet den Gorgonien, einem Teilgebiet der Meerwasseraquaristik. Dieses Lexikon wurde geschaffen, um zusätzliche Haltungshinweise - auch multimedial - den vielen Gorgonien zuzuordnen. Schon jetzt erhebt dieses Lexikon den Anspruch bei ausgesuchten Gorgonien Arten das umfassendste deutsche zentrale Nachschlagewerk zu sein. Das Lexikon ist aber auch ein Portal für alle Meerwasseraquarianer im Allgemeinen.

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Metallogorgia macrospina Kükenthal, 1919  

Weitere Species

Unterordnung: Calcaxonia Grasshoff, 1999
Familie: Chrysogorgiidae Verrill, 1883
 

Metallogorgia macrospina Kükenthal, 1919
Metallogorgia melanotrichos Wright & Studer, 1889
Metallogorgia splendens Verrill, 1883
Metallogorgia tenuis Pasternak, 1981

  • Vorkommen: Westsumatra im Pazifischen Ozean
 

 
  • Lebensraum: Am Meeresboden in 1280 Meter Tiefe
  • Nahrung: Nahrungsspezialist, kein Anfängertier, lebt nicht in Symbiose mit Zooxanthellen.

Diese Gorgonie ist eine Kaltwasserspecies. Die folgende Beschreibung unter den Bildern stammt von Eric Pante.

Polypen A: Pseudochrysogorgia und B: Metallogorgia

Bildquelle mit freundlicher Genehmigung: © Publications Scientifiques du Muséum national d’Histoire naturelle, Paris

Diagnose:  Der Stamm ist monopodial und nur mit schwachen Sparen von Seitenästen versehen. Die Verzweigung beschränkt sich auf den obersten Teil der Kolonie, ist unregelmäßig, sympodial und anscheinend ist Spirale rechts gewunden. Die Verzweigung eines Hauptastes erfolgt in einer annähernden Ebene. Es finden sich bis zu 14 aufeinander folgende Internodien. Dem Stamm und den proximalen Internodien fehlen Polypen, sie treten zu je einem an jedem Internodium der distalen Astteile auf, sind meist schräg distahvärts gerichtet, dick, walzenförmig und bis 3 mm dick. Die Polypenscleriten sind stets longitudinal angeordnete, bis 0,5 mm lange, abgeflachte Stäbe und Spindeln, die sehr fein bedornt sind, und im distalen Polypenteil in 8 Reihen angeordnet sind. Die Polypenbasis umfaßt das Internodium. Die Spicula des Tentakelrückens sind kleinere, schlankere, longitudinal angeordnete Stäbe. Den Pinnulae fehlen Spicula. Die Stammrinde enthält zahlreiche, bis 0,3 mm lange, flache Stabformen. Nesselpapillen fehlen. Die Farbe ist metallisch golden.
Verbreitung:  Westsumatra in 1280 m Tiefe.
Beschreibung: Es liegt mir eine Kolonie von insgesamt 520 mm Länge vor, wovon auf den unverzweigten Stamm 430 mm kommen. Das basale Ende des Stammes ist abgebrochen und fehlt. Der monopodiale Stamm weist einen nur leicht gebogenen Verlauf auf und ist basal nur wenig dicker als distal. Im Querschnitt erscheint er kreisrund, seine Dicke beträgt 1,5 mm. In ziemlich weiten Abständen erscheinen kleine, unscheinbare, dornige Erhebungen, die als Reste von Seitenästen anzusehen sind ; eine besondere Anordnung derselben konnte ich nicht wahrnehmen. Erst im obersten Teil der Kolonie erscheint ein größerer, verzweigter Ast, der im Winkel von 70 entspringt. 27 mm höher entspringt auf der entgegengesetzten Seite ein etwas größerer, zweiter Ast in rechtem Winkel, dem in 20 mm Entfernung ein dritter, abgebrochener folgt, der wieder nahezu dem zweiten entgegengesetzt entspringt. Es folgt dann eine äußerlich als Dichotomie erscheinende Teilung; der eine Ast ist sehr groß und sympodial gebaut, und man kann an ihm 13 aufeinanderfolgende Internodien zählen, von denen das proximalste 11 mm lang ist, während die darauf folgenden etwas kleiner werden. Die Verzweigung dieses großen Astes erfolgt annähernd in einer Ebene, die horizontal zum vertikalen Stamm steht. Der letzte, oberste Ast ist unvollständig. Die Stellung der Aeste ist kaum festzustellen, möglicherweise stehen sie in einer rechts gewundenen Spirale. Nesselpapillen waren nirgends aufzufinden. Die Polypen fehlen dem Stamm völlig, ebenso die proximalen Internodien. Erst an den mehr distal gelegenen Internodien treten die Polypen auf, die vorwiegend etwas schräg distahvärts gerichtet, aber nicht eingebogen sind. Sie sind von Walzenform und ihre Basis umfaßt den Ast vollkommen. Ihre Länge kann 3 mm erreichen. Manchmal stehen sie in der Mitte des Internodiums, nicht selten aber auch einer Gabelung genähert. Die Polypenbewehrung besteht aus zahlreichen, longitudinal angeordneten, bis 0,5 mm langen, etwas aber nicht stark abgeflachten Stäben und zugespitzten Spindeln, die sich im distalen Teile zu 8 spitz konvergierenden Reihen anordnen. Im basalen Teile des Polypen werden die Spicula etwas kleiner, behalten aber auch hier ihre longitudinale Anordnung bei. Die Polypenspicula zeigen eine äußerst feine Bedornung. In dem Tentakelrücken zieht sich eine longitudinal angeordnete, etwa dreifache Reihe immer kleiner werdender Stabformen hinein, während die Pinnulae spiculafrei sind. Die dünne Rinde des oberen Stammteiles enthält schlanke, in der Mitte oft etwas verjüngte, flache Stabformen von verschiedener Größe, bis 0,3 mm lang werdend, im unteren Stammwird ihre Form etwas unregelmäßiger und noch flacher; sie bilden hier eine ziemlich dichte Schicht. Die Farbe der Kolonie ist durch die stark metallisch goldglänzende, durchschimmernde Achse bestimmt, die Polypen sind weiß. Es ist wohl sicher, daß hier eine neue Art vorliegt. Schon der Aufbau weist gegenüber M. melanotrichos Verschiedenheiten auf, auch ist die Verästelung viel spärlicher. Ein wesentlicher Unterschied liegt ferner in der Bewehrung der Polypen, die größer sind als bei M. melanotrichos. Die Polypenspicula sind über doppelt so groß, und auch die Rindenscleriten sind größer. Auch die Farbe ist verschieden. Original Beschreibung W. Kukenthal, 1919

 
   

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